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Yoga Kurs

Letzte Woche wurde auf dem Campus ein viertägiger Yog-Kurs mit jeweils 3-4 h Kurs pro Tag. Der Kurs wurde von einer Organisation namens "Art of Living" , die von Sri Sri Ravi Shankar gegründet und immer noch spirituell geführt wird. Er setzt sich für menschliche Werte wie Frieden und Liebe ein und die Organisation übernimmt soziale Veranwortung, indem sie auch Schulen für Kinder aus armen Familien und andere karitative Einrichtungen unterhält.

Yoga hat mehrere Bedeutungen, zielt aber darauf ab sowohl köperlich als auch seelische/geistige Beschwerden wie Stress, Angst, Frust etc. abzubauen bzw. sich von ihnen frei zu machen. Dies ermöglicht eine höhere Selbstwahrnehmung und bessere Erkenntnis der Umgebung/Umwelt. Im aller letzten Schritt bedeutet Yoga eins zu werden mit Gott.

Meditation und die Atemübungen, die man in Europa eher mit Yoga verbindet, sind Mittel zum Zweck und sollen obige Entwicklung fördern.

Der Kurs bestand daher inhaltlich aus zwei Teilen. Zum Einen haben wir Atemtechniken gelern, die die Konzentration verbessern, Stress abbauen und dem Körper Energie zu führen sollen. Zum anderen ging es in dem Kurs aber auch häufig um unseren Lebensstil und was es aussmacht ein glückliches Leben zuführen. Dabei lag ein starker Fokus darauf sich seiner eigenen Gefühle bewusst zu werden, sich selbst und andere zu akzeptieren, sowie eigenständig und verantwortungsbewusst zu handeln.

So war der Kurs aus mehreren Perspektiven eine bereichernde Erfahrung. Er hat zum Einen einen - kleinen - Einblick in die östliche Spiritualität gegeben. Im Christentum berufen wir uns auf Gott, der uns den Weg zu einem guten Leben durch die Bibel u.ä. weist. Hier wird dagegen der Lebensstil aus der individuellen Suche nach einem glücklichen/zufriedenen Leben abgeleitet. Darüber hinaus hat der Kurs angeregt über das eigene Leben nachzudenken und sich der eigenen Ziele mehr bewusst zu werden (auch wenn dieser Teil des Kurses nicht immer so gut vermittelt wurde, weil uns hauptsächlich erklärt wurde wie wir nach den Lehren von Sri Sri Ravi Shankar führen sollten). Nicht zuletzt war es auch erstaunlich den Effekt der Atemübungen zu erleben.

Der Kurs hat mich nicht vollkommen zum Yoga-Schüler bekehrt, aber ich kann ein paar gute (Gedanken-)Ansätze daraus mitnehmen und etwas Verständnis für die östliche Spiritualität.

 

26.9.12 18:17


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Preise in Indien

Nahrungsmittel

1 l Wasser 0,21€

0,2l Milch 0,26€

1 Dose Pepsi 0,41€

1 Mensa Essen 0,71€

1 Frühstück (z.B. Müsli oder Toast) im Restaurant 0,70€

Essen in einem guten/besseren Restaurant 7-8€

1 Menü bei McDonalds 2€

Toilettenartikel

200 ml Duschgel 1,70€

Transport

4-5 km Busfahrt (20-30 min) 0,07€

4-5 km Autoriksha (15-20 min) 0,40€

20 km Taxi (kann bis zu einer Stunde dauern, je nach Verkehr) 2,20-3,60€ (je nach Tageszeit und Verhandlungsgeschick)

Medizin/Gesundheit (für die Mediziner in der Verwandtschaft)

1 EKG 1,65€

1x Röntgen 2,10€

1 Blutabnahme und -test 1,80€

1 Urintest 1,20€

 

... Fortsetzung folgt

 

23.9.12 20:04


Geburtstage in Indien

Wenn ein Inder Geburtstag hat, dann kann es sein, dass das auch eine etwas schmerzhafte Erfahrung sein kann.

Gestern Abend konnte ich vor meinem Hostel eine Gruppe von Studenten beobachten, die erst einen aus ihrer Gruppe mit Wasser beworfen haben, danach musste er sich an eine Wand stellen und einzelne aus der Gruppe haben ihm auf den Rücken/Hintern geschlagen. Zum Abschluss musste er dann noch eine Kerze auspusten und wurde - glaube ich - mit Wax beworfen.

Im ersten Moment habe ich mich gefragt, ob dies ein Ritual ist für die Aufnahme in eine Art "Studentenverbindung". Mir hat heute Morgen dann aber ein Inder erklärt, dass derjenige wahrscheinlich Geburtstag hatte. 

Die Logik ist in etwa so: Man lässt allen Groll und Ärger gegen das Geburtstagskind am Geburtstag heraus, damit man für das kommende Lebensjahr friedlich miteinander leben kann.

Ein etwas schmerzhafter Geburtstag also für ein ruhiges Jahr...

P.S. Nicht alle Indier machen das so und auf Fremde trifft dieser Brauch nicht zu ;-)

23.9.12 19:47


Uni Alltag

Die zweite Uni Woche hat für mch behonnen. Ich habe - nach den Vorgaben aus Mannheim - 6 Kurse gewählt: "Growth and Structural Change in China and India", "Country Risk Analysis", "Leadership: Insights from Indian Ethos", "Management of Self", "Organisationa Structure and Design" und "Human Resource Management and strategic planning".

 

Jeder Kurs hat zwei Vorlesungen pro Woche (je 90 Min). Andere Veranstaltungen in einem Fach wie Übungen oder Tutorien gibt es nicht. Zu jedem Fach gibt es Kursmaterial mit begleitenden Texten, Fallstudien, teilweise gibt es zu den Fächern auch Textbücher. Das Studium hier legt einen stärkeren Fokus auf die eigenständige Vor- oder Nachbereitungen der Vorlesungen. Zudem ergibt sich die Endnote oftmals durch eine Kombination mehrere Leistungen, d.h. Fallstudien, Gruppenarbeit, Zwischen- und Endexamen usw. Die Kombination dieser Mittel hängt sehr stark von der Vorstellung des Professors ab. An einem Kurs nehmen je nach Fach 20-60 Leute teil. 

Der Uni-Tag beginnt hier um 8:30 Uhr, hat eine Mittagspause von 45 Minuten und endet spätestens um 19:15 Uhr. Da die Inder aber eher nachtaktiv sind, ist im ersten Block um 8:30 Uhr noch nicht sehr viel los. In den Kursen besteht eine minimale Anwesenheitspflicht von 75% aller Stunden. Wer mehr fehlt, der fällt in diesem Kurs durch. Daher heißt es in jedem Kurs Anwesenheitslisten ausfüllen.

Die Profs sind aber sehr unterschiedlich in ihrere Auslegung der Anwesenheitspflicht. Manche schließen die Türen zu Unterrichtsbeginn und lassen niemanden mehr in den Raum, während andere ein Zuspätkommen von 10-15 Minuten tolerieren und auch darüber hinweg sehen, wenn Studenten einschlafen oder sich mit ihrem Laptop vergnügen.

Während in Mannheim viel Wert auf die Vermittlung von theoretischen Konzepten gelegt wird, geht es hier mehr um die pragmatische und realistische Umsetzung von Modellen und Theorien in der Praxis. Bei den kleineren Kursgrößen kommt auch viel schneller eine Diskussion zustande, bei der man dann auch nicht immer zu zurückhaltend sein darf, da die indischen Studenten ihre Wortbeiträge auch gerne einmal einfach so (ohne melden) in den Raum werfen.

Teilweise fließt in die Endnote auch eine mündliche Beteiligung ein. Dabei legen die meisten Profs Wert auf eine qualitative Beteiligung und nicht auf eine quantitative. Bewertet wird dass aber dann oft von "teaching assistants" (Doktoranten am IIMC) welche - meist sehr "enthusiastisch" - dem Unterricht beiwohnen müssen.

Die Unterrichtsräume sind alle mit Klimaanlagen ausgestattet, wodurch man der schwülen Wärme draußen entkommt. Ich habe aber meistens auch einen Pulli o.ä. dabei, da die Räume dann teilweise sehr stark herunter gekühlt werden.

Gleiches gilt auch für die Bibliothek, welche ausreichend Einzelplätze und Gruppenarbeitsmöglichkeiten hat, aber seit (wahrscheinlich dem Bau vor 30-40 Jahren) keine große Renovierung mehr erlebt hat. Die Gebäude hier auf dem Campus sind teilweise recht neu und modern, aber so wie die Bib auch teilweise aus der Anfangszeit und seitdem nicht im großen Stil modernisiert worden.

11.9.12 19:51


Adresse

Wer mich postalisch erreichen will in Indien kann dies unter

Indian Institute of Management Calcutta, P.O. Joka, Diamond Harbour Road, Kolkata 700 104, West Bengal, India,

Mr. Markus Heckhausen, Lake View Hostel, Room C 444

versuchen ;-).

2.9.12 09:34


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